FAQ: Woher Kommt Seife?

Wo wurde die Seife erfunden?

Die Seife hat eine lange Geschichte: Vor rund 4.500 Jahren verewigten die Sumerer im heutigen Irak auf einer Tontafel das erste Rezept für eine Vorform der Seife, einen Mix aus alkalischer Pflanzenasche und Ölen, den sie vor allem als Heilsalbe verwendeten.

Warum reinigt Seife?

Das Besondere an Seife und der Grund für ihre reinigende Wirkung ist ihre Eigenschaft, die Oberflächenspannung des Wassers herabzusetzen. Denn Seife besitzt eine viel geringere Oberflächenspannung als reines Wasser. Er entsteht durch die geringere Oberflächenspannung und die sich lösenden Stoffe in der Seife.

Was ist Seife einfach erklärt?

Seife ist ein sogenanntes Tensid. Tenside haben alle einen ähnlichen chemischen Aufbau und sind in der Lage, die Oberflächenspannung des Wassers zu verringern. Sie bestehen aus einem wasserliebenden (hydrophilen) und einem fettliebenden (lipophilen) Teil. Das Ergebnis ist ein Öl-in-Wasser-Gemisch.

Ist Seife eine Base?

Als Textilienwaschmittel haben Seifen an Bedeutung verloren, da sich durch die Wasserhärte unlösliche, flockige bis klebrige Calcium- und Magnesiumsalze der Fettsäuren bilden und Seifen nur im basischen Bereich waschaktiv sind, was Textilfasern belasten kann.

You might be interested:  FAQ: Welche Seife Zur Intimpflege?

Wann wurde Kernseife erfunden?

Ursprünglich war Kernseife grün und wurde in Barren zu fünf oder sogar 20 Kilogramm produziert, jeder Hersteller hatte seine Eigenheiten, was 1688 dazu führt, dass die Herstellung von Kernseife unter Marseiller Wappen durch ein ministerielles Dekret vereinheitlicht wird.

Wie hygienisch ist ein Stück Seife?

Keine Seife tötet Bakterien ab. Nach richtigem Händewaschen mit fester Seife haben Sie auf jeden Fall nicht mehr Keime an den Händen als zuvor. Trotzdem befinden sich Bakterien auf dem Seifenstück. Da kein direkter Hautkontakt zur Seife im Spender entsteht, ist die bakterielle Belastung von Flüssigseife geringer.

Wie sauber ist Seife?

In einem Stück Seife sind Bestandteile mit einem ganz komischen Namen: die Tenside. Diese Tenside kriechen unter den Schmutz und lösen ihn von der Faser oder von der Haut. Dann umzingeln die Tenside das Schmutzteilchen und schwimmen mit ihm im Wasser. Und deine Finger sind wieder sauber!

Wie wirkt Seife auf Schmutz?

Der Schmutz wirkt abstoßend Die Fett liebenden Enden der Moleküle lagern sich begierig an fettige Schmutzteilchen an. Da sich die Wasser liebenden Enden der Moleküle wegen ihrer gleichartigen negativen elektrischen Ladung gegenseitig abstoßen, lösen sie die Schmutzteilchen und halten diese in der Schwebe.

Was ist besser Flüssigseife oder normale Seife?

Flüssigseife kommt aus dem Spender und scheint somit auf den ersten Blick hygienischer zu sein als das Seifenstück, das von Hand zu Hand wandert. Tatsächlich wurden im Rahmen wissenschaftlicher Studien auf fester Seife mehr Bakterien und Keime gefunden als in flüssigen Produkten.

Was ist Seife für ein Stoffgemisch?

Bei den Seifen handelt es sich also nicht um einen Stoff, sondern um eine ganze Stoffgruppe. Reagieren Fette oder auch Fettsäuren mit Kaliumhydroxidlösung, so bilden sich die Kaliumsalze der Fettsäuren, welche auch als Schmierseifen bezeichnet werden.

You might be interested:  Question: Warum Nicht Duschen Bei Gewitter?

Was passiert wenn man Seife ist?

Nach Verschlucken dieser Produkte stehen in der Regel die schleimhautreizende Wirkung mit Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall und die Schaumbildung im Magen im Vordergrund. Meist ist die unfallmässige Einnahme kleiner Mengen dieser tensidhaltigen Seifenprodukten aber als harmlos einzustufen.

Was passiert wenn man Seife in Wasser gibt?

Gibt man Spülmittel oder Seife auf Wasser, so wendet sich der wasserliebende Teil den Wassermolekülen zu und drängt sich zwischen diese. Dadurch wird die Oberflächenspannung des Wassers verringert. Erst wenn an der Wasseroberfläche kein Platz mehr ist, verteilen sich die Tenside auch im Wasser.

Was ist der Unterschied zwischen Seifen und Waschmitteln?

Seifen sind als Tenside prinzipiell als Waschmittel geeignet, werden heute jedoch zu diesem Zweck kaum noch eingesetzt. Moderne Waschmittel sind eine Weiterentwicklung der einfachen Seifen.

Wo wird Seife verwendet?

Seifen (von ahd. seifa „ Seife, Harz“) sind Natrium- oder Kalium-Salze von Fettsäuren. Als Tenside finden sie Verwendung als Reinigungsmittel, die vor allem zur Körper- und in gewissem Maße auch zur Oberflächenreinigung verwendet werden.

Wie wird Seife industriell hergestellt?

Heute wird Seife industriell überwiegend durch Fettsäure-Verseifung hergestellt. Hierbei erfolgt die Seifenherstellung in zwei getrennten Schritten. Nach dem Abkühlen werden die wasserunlöslichen Fettsäuren (Oberphase) vom wasserlöslichen Glycerin (Unterphase) getrennt.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *